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Die Grundsätze des Roten Kreuzes und Roten Halbmondes

 

Die Grundsätze wurden von der 20. Internationalen Rotkreuzkonferenz 1965 in Wien proklamiert. Der vorliegende angepasste Text ist in den Statuten der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung enthalten, die von der 25. Internationalen Rotkreuzkonferenz 1986 in Genf angenommen wurden.  

 

Menschlichkeit

 

Die internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung, entstanden aus dem Willen, den Verwundeten der Schlachtfelder unterschiedslos Hilfe zu leisten, bemüht sich in ihrer internationalen und nationalen Tätigkeit, menschliches Leiden überall und jederzeit zu verhüten und zu lindern. Sie ist bestrebt, Leben und Gesundheit zu schützen und der Würde des Menschen Achtung zu verschaffen. Sie fördert gegenseitiges Verständnis, Freundschaft, Zusammenarbeit und einen dauerhaften Frieden unter allen Völkern.

Menschlichkeit bedeutet für uns, die Würde des Menschen zu achten, gegenseitiges Verständnis, Zusammenarbeit, Freundschaft und Selbständigkeit zu fördern, Gesundheit und Leben zu schützen, Leiden zu lindern und Sterbende zu begleiten. 

 

Unparteilichkeit

 

Die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung unterscheidet nicht nach Nationalität, Rasse, Religion, sozialer Stellung oder politischer Überzeugung. Sie ist einzig bemüht, den Menschen nach dem Maß ihrer Not zu helfen und dabei den dringendsten Fällen den Vorrang zu geben.

Unparteilichkeit bedeutet für uns, keine Vorurteile zu haben, bezüglich Nationalität, Glaube und sozialem Status. 

 

Neutralität

 

Um sich das Vertrauen aller zu bewahren, enthält sich die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung der Teilnahme an Feindseligkeiten wie auch, zu jeder Zeit, an politischen, rassischen, religiösen oder ideologischen Auseinandersetzungen. 

Neutralität bedeutet für uns, keine Unmenschlichkeit hinzunehmen. Ziel ist es, Vertrauen aufzubauen, zu fördern und zu erhalten. 

 

Unabhängigkeit

 

Die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung ist unabhängig. Wenn auch die Nationalen Gesellschaften den Behörden bei ihrer humanitären Tätigkeit als Hilfsgesellschaften zur Seite stehen und den jeweiligen Landesgesetzen unterworfen sind, müssen sie dennoch eine Eigenständigkeit bewahren, die ihnen gestattet, jederzeit nach den Grundsätzen der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung zu handeln. 

Unabhängigkeit bedeutet für uns Eigenständigkeit und selbständiges Handeln zu erhalten und zu bewahren, um nach unseren Grundsätzen zu handeln.

 

Freiwilligkeit

 

Die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung verkörpert freiwillige und uneigennützige Hilfe ohne jedes Gewinnstreben. 

Freiwilligkeit bedeutet für uns, über unsere entgeltliche Tätigkeit hinaus, uns bei Bedarf in unserer Freizeit für die uns anvertrauten Menschen ehrenamtlich einzubringen z.B. durch Gespräche. 

 

Einheit

 

In jedem Land kann es nur eine einzige Nationale Rotkreuz- oder Rothalbmondgesellschaft geben. Sie muss allen offen stehen und ihre humanitäre Tätigkeit im ganzen Gebiet ausüben. 

Einheit bedeutet für uns, auch mit anderen Einrichtungen des DRK und unseren Kooperationspartnern zusammenzuarbeiten und für Hilfe- und Unterstützungsbedürftige Menschen im Kreis Viersen da zu sein. 

 

Universalität

 

Die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung ist weltumfassend. In ihr haben alle Nationalen Gesellschaften gleiche Rechte und die Pflicht, einander zu helfen. 

Universalität bedeutet für uns, ein einheitliches, gemeinsames Pflege- und Behandlungsverständnis zu vertreten und danach zu handeln.

Die Grundsätze wurden von der 20. Internationalen Rotkreuzkonferenz 1965 in Wien proklamiert. Der vorliegende angepasste Text ist in den Statuten der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung enthalten, die von der 25. Internationalen Rotkreuzkonferenz 1986 in Genf angenommen wurden.

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